Workshop: (Kritische) Gewerkschaftsforschung in Österreich

Workshop: (Kritische) Gewerkschaftsforschung in Österreich

Termin: 27.-29.11.2014
Ort: ÖGB Verlag Fachbuchhandlung und VHS Ottakring (Wien)

Do., 27.11.2014, 18:00 Uhr
Vortrag von Univ.Prof. Klaus Dörre (Uni Jena): Wozu Gewerkschaftsforschung?
Fachbuchhandlung des ÖGB Verlags, Rathausstraße 21, 1010 Wien

Fr., 28.11. bis Sa.,29.11.2014
Workshop „(Kritische) Gewerkschaftsforschung in Österreich“
VHS Ottakring, Ludo Hartmann Platz 7, 1160 Wien

Gewerkschaftliche Strategien und Praktiken als mehr oder weniger institutionalisierte Formen kollektiven Handelns und kollektiver Interessensvertretung stellen disziplinübergreifend ein komplexes Forschungsfeld dar. Gewerkschaften agieren nicht nur auf gesellschaftlich umkämpftem Terrain, sondern sind selbst auch Orte von Auseinandersetzungen, die oftmals den Ausgangspunkt für gesellschaftliche Veränderungsprozesse darstellen. Neben historischen Betrachtungen und deren Erkenntnisgewinn für die Gegenwart (im Sinne einer kritischen Geschichtsschreibung) ist die aktuelle Verfasstheit von Gewerkschaften – vor dem Hintergrund von globalisierten Transformationsprozessen – ein gesellschaftspolitisch wichtiges Forschungsfeld. Insbesondere die aktuellen krisenhaften ökonomischen Entwicklungen stellen Gewerkschaften und damit auch die Gewerkschaftsforschung vor neue Herausforderungen und alte Probleme.

Trotz der gesellschaftlichen Bedeutung von Gewerkschaften muss deren Stellenwert in der österreichischen Wissenschaft als marginal(-isiert) bezeichnet werden. In Österreich ist die Forschungslandschaft von einzelnen akademischen und außerakademischen AkteurInnen geprägt. Was bislang jedoch fehlt, ist ein kontinuierlicher Austausch dieser ForscherInnen im Sinne eines Forschungszusammenhangs, in dem sowohl eigene Forschungsergebnisse, als auch das Verhältnis von „Gewerkschaft und Wissenschaft“ diskutiert und reflektiert werden können. Insbesondere Studierende und junge ForscherInnen kennen einander selten; es fällt ihnen daher oft schwer an bestehenden Forschungen anzuknüpfen und sich gegenseitig in ihren Arbeiten zu unterstützen.

Der Workshop hat es sich dementsprechend zum Ziel gesetzt, Studierende und NachwuchswissenschafterInnen, die sich für den Bereich der Gewerkschaftsforschung interessieren, zu vernetzen und als Ausgangspunkt für die Etablierung eines Forschungszusammenhangs zu dienen. Dadurch soll insbesondere jungen ForscherInnen und Studierenden der Rücken gestärkt werden. Sie sollen dazu ermutigt werden, gewerkschaftliche Themen aufzugreifen und diese sowohl in den wissenschaftlichen Diskurs wie in gewerkschaftliche Diskussionsprozesse einzubringen. Der solidarische Austausch über eigene Forschungsvorhaben bzw. -ergebnisse und ein Einblick in den aktuellen Stand der Forschung sowie methodische Herangehensweisen stellen somit den Schwerpunkt des Workshops dar.

Ausführlichere Details findest du hier:
CFP Graduiertenkonferenz_Gewerkschaftsforschung

Wir freuen uns auf einen spannenden Workshop!

Das Organisationsteam
John Evers, Julia Hofmann, Jan Kreisky, David Mayer, Kathrin Niedermoser

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